Die Spargelsaison neigt sich zwar schon wieder ihrem Ende zu, aber noch gibt es ihn und wenn ihr speziell nach Bruchspargel fragt oder ihn euch bei der Tafel mitnehmt, dann ist er sogar preiswert und trotz der gestiegenen Kosten eine leckere und gesunde Zutat, die als Suppe verarbeitet sogar Kindern hervorragend schmeckt und gut sättigt.
Weißer Spargel ist zudem ein toller Schlankmacher, denn er kommt mit wenig Kalorien daher (was man von der beigefügten Sahne jetzt nicht so ganz sagen kann, aber Fett macht glücklich, also kann ein Schüsschen davon nicht schaden) und zusätzlich entwässert er sanft unseren Körper. Vitamine und Spurenelemente gibt es sogar noch gratis obendrauf, also nichts wie an den Kochtopf ihr Lieben!
Für 4 ordentliche Teller Spargelcremesuppe benötigt ihr:
- Je nach dem wie schnell ihr arbeitet 60 - 90 Minuten Zeit
- 500g geschälten weißen Spargel
- 30g Pflanzenmargarine
- 50g Weizenmehl Typ 405
- 1TL Zucker
- 125g flüssige Sahne
- 750ml Leitungswasser oder Gemüsebrühe
- 1EL Zitronensaft frisch gepresst aus einer halben Zitrone
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Petersilie (frisch oder getrocknet)
- großer Topf, Sieb, Löffel, Handmixer
So und jetzt geht es los:
1. Wenn Ihr keinen geschälten Spargel habt, ist der erste Schritt natürlich erstmal das Schälen der Spargelstangen. Nicht zu viel, wir wollen ja noch was in der Suppe haben, deswegen empfehle ich einen Sparschäler und kein Messer dafür. Aber gründlich sollte es sein, wenn ihr die Fäden der Schale nicht als Zahnseide beim Essen benutzen möchtet. Denkt bitte trotzdem dran, Spargel ist empfindsam und eignet sich nicht, um seine Aggressionen an ihm auszulassen, so wie an einer Kartoffel, daher immer schön sacht mit dem Gemüse!
2. Im nächsten Schritt schneiden wir unten die holzigen Enden ab, je nach Spargel so 2-3cm. Damit wir später noch ein paar Stückchen in der Suppe sehen, kappen wir oben die buschigen Spitzen so 5cm ab und legen sie schon mal auf einen Teller, die werden nicht zerkleinert später.
3. Jetzt geht es dem Rest unserer Stangen an den Kragen - sie werden in 2cm große Stückchen geschnitten und ebenfalls zu den Spitzen gelegt.
4. Als nächstes wiegen wir die Margarine ab und erhitzen sie in einem großen Topf, bis sie schön schaumig vor sich hinblubbert. Dann ist der richtige Zeitpunkt um unseren Spargel hineinzugeben.
5. Alles schön durchmengen und dann den Zucker, eine Prise Salz und den Zitronensaft dazu geben und alles miteinander unter ständigem Rühren vermengen, damit nichts anbrennt. Und das geht verdammt schnell sag ich euch! Kleiner Tipp, kommt nicht auf die Idee Orangensaft zu nehmen, wenn ihr gerade keine Zitrone zur Hand habt - der Spargel brennt damit tatsächlich schneller an, als ihr Opa Whoopi rufen könnt (ich hab es im Selbstversuch nämlich vorher für euch getestet, ich sag mal so, der Spargel hatte danach ziemlichen Sonnenbrand).
6. Nach 2 Minuten fleißigem Rühren und vor Angst bibbern das bloß nichts anbrennt, kommt der nächste heikle Schritt. Aber keine Angst, es kann nur besser werden! Jetzt kommt unser Mehl mit in den Topf. Aber nicht einfach so, wir sieben ihn langsam unter, damit es keine Klümpchen in der Suppe gibt. Das heißt rühren - sieben - rühren - sieben, bis alles drin und der Spargel gut mit dem Mehl ummantelt ist.
7. So und ab geht es zum entspannten Teil der Suppe, wir schütten vorsichtig die 750ml Leitungswasser oder, wer mehr Geschmack braucht Gemüsebrühe hinzu, lassen alles einmal aufkochen und das Ganze dann für 30 Minuten alleine mit halb aufgelegtem Deckel auf mittlerer Hitze vor sich hinköcheln. Nach der anstrengenden Vorbereitung braucht selbst die Suppe zwischendrin eine Pause!
8. Die Pause können wir super nutzen, um uns schon mal um das Topping zu kümmern!
Dafür benötigen wir:
- 4 Scheiben Pumpernickel
- 20g Schmerzkäse Natur oder Sahne
- 3EL Milch
- getrocknete Petersilie
Zunächst vermengen wir den Schmelzkäse mit der Milch und der Petersilie bis keine Klumpen mehr zu sehen sind und stellen sie beiseite.
9. Die Pumpernickelscheiben werden nun in kleine Würfel geschnitten und in der Mischung hin und her gewälzt, bis alle davon bedeckt sind. 15 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit schon mal den Ofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ab und zu mal bei der Suppe vorbeischauen, ob es ihr noch gut geht und gelegentlich umrühren, damit alle Stückchen was von der Wellnessbehandlung haben.
10. Pumpernickelwürfel auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech geben (ich weiß Alufolie ist jetzt nicht so toll, aber in diesem Fall hält sie einfach super die Wärme, ähnlich wie bei Backkartoffeln). Restliche Soße über die Würfel gießen und die Alufolie über die Würfel mit etwas Abstand nach oben stülpen und 15 Minuten backen lassen.
11. In der Zwischenzeit die Spargelstückchen wecken und die buschigen Spitzen mit einem Löffel vor dem Handmixer retten, denn die werden ja unsere Einlage in der Suppe! Im Anschluss die verbliebenden Stückchen gut pürieren, je nachdem ob du noch Stückchen haben möchtest oder die Suppe schön fein, wie bei mir, sein soll.
12. Wenn alles schön fein ist, kommt die Sahne zum Süppchen, sowie eine Prise Pfeffer und Muskatnuss und ihr lasst alles noch einmal aufkochen. Rührt dabei ruhig immer mal wieder richtig ordentlich durch, es soll sich ja schließlich alles gut miteinander vermengen!
13. Jetzt ist die Suppe bereit für ihren großen Auftritt auf dem Teller. Noch ein paar Spargelspitzen hineingelegt, einige Pumpernickel-Croutons, die wir aus dem Ofen befreien in die Mitte und das alles noch ein bisschen mit Petersilie garnieren - Voila fertig ist unser allererstes Süppchen auf diesem Blog!
Ich wünsche Euch viel Freude beim Nachkochen und Essen - Euer Opa Whoopi



Kommentare
Kommentar veröffentlichen